Über PropStop

PropStop ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, verdeckte Propagandaangriffe über Online-Medien zu untersuchen, zu identifizieren und nachzuweisen.

Motivation

Heutzutage diskutieren und kommentieren Menschen gesellschaftliche und politische Entwicklungen weltweit im Netz, etwa in sozialen Medien oder auf Nachrichtenseiten. Nicht nur Journalisten nutzen soziale Medien als Quelle für ‚Trendthemen‘ oder geben Ihrer Leserschaft die Möglichkeit, ihre Meinung öffentlich im Netz zu äußern.

Neben der gewünschten Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung bieten solche Internetangebote jedoch auch Raum für gesteuerte Manipulationen im großen Stil. Halb- bis vollautomatische Systeme, sogenannte ‚Propaganda-Bots‘ oder ‚Social-Bots‘ (miss-)brauchen den leichten Zugang zur technischen Infrastruktur, um verdeckt bestimmte Meinungsbilder massenhaft zu verbreiten.

Durch solche Propagandaangriffe kann ein verzerrtes Meinungsbild der Netz-Öffentlichkeit entstehen. Dieses verzerrte Meinungsbild könnte wiederrum den einzelnen Nutzer, die gesellschaftliche Debatte oder auch die Berichterstattung beeinflussen und letztlich zu großem Schaden führen.

Das Projekt

Im Rahmen des PropStop Projektes arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Statistikern, Kommunikationswissenschaftlern, IT-Sicherheitsforschern, Journalisten sowie Unternehmen der IT-Sicherheitsbranche zusammen.

Neben einer breit angelegten Untersuchung von Propagandamerkmalen im Netz werden große Mengen von Meinungsäußerungen in verschiedenen Sphären der Netzöffentlichkeit auf übergreifende und wiederkehrende semantische sowie technische Muster hin untersucht.

Die Erkenntnisse des Projektes werden genutzt, um unser Erkennen massiver versteckter Propagandaangriffe zu verbessern, Technologien zur Identifikation dieser Angriffe zu entwickeln und den Nachweis von Propagandaangriffen zu verbessern. Echtzeitsimulationen massiver verdeckter Propagandaangriffe liefern dabei wertvolle Einblicke in die transdisziplinäre Anwendbarkeit der Erkenntnisse.