propstopWer berichtete was — wer ließ was aus.

Der Tag in 5 Geschichten

Ein Kanzler, dem die eigene Landtagsfraktion die Tür zuhält, ein Anschlag, der zur Behördenfrage wird, und ein Krieg, der pausiert, während die Munition knapp wird. Fünf Themen, wie die Zeitungen sie an diesem Montag gesehen haben.

Nach dem Fall Schnieder: Die eigene Partei sagt Merz das Treffen ab

Nach der Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder weitet sich der Unmut in der CDU zu einer offenen Distanzierung aus: Die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsfraktion hat ein für September geplantes Treffen mit Parteichef und Kanzler Friedrich Merz abgesagt und begründet das ausdrücklich mit der Art der Entlassung. Merz erklärte, er bedauere die Situation und rechne damit, dass sich die Wogen glätten. Nachfolger im Verkehrsressort wird Steffen Bilger.

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Die Kamera, das Urteil, die Konsequenzen: Wie der CSD-Anschlag zur Behördenfrage wird

Zwei Tage nach dem Anschlag am Rande des Berliner CSD verschiebt sich die Debatte auf die Behörden: Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung zufolge filmte eine LKA-Kamera den späteren Attentäter rund eine Stunde vor der Tat beim Verlassen seines Hauses. Innenminister Alexander Dobrindt nennt das Bewährungsurteil vom Mai „inakzeptabel" und fordert Präventivhaft, Fußfessel und den Ausschluss des Jugendstrafrechts für Gefährder. Der Berliner CSD-Verein warnt zugleich davor, die Tat gegen Muslime zu instrumentalisieren.

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Angriffspause im Iran-Krieg: Trump verhandelt — und die Patriot-Bestände schrumpfen

US-Präsident Trump hat die Angriffe auf den Iran am Wochenende überraschend eingestellt und begründet den Strategiewechsel mit „guten Gesprächen" mit Teheran; bleiben die Verhandlungen ergebnislos, will er wieder „sehr starke militärische Gewalt" anwenden. Am selben Tag meldeten Saudi-Arabien, Jordanien und der Irak iranische Drohnenangriffe. Laut CNN und „New York Times" äußerten sich Vizepräsident Vance und Generalstabschef Caine besorgt über schwindende US-Munitionsreserven, vor allem bei Luftabwehr wie Patriot-Raketen.

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Bordeaux unter Rauch: Ein Feuer, das seine eigenen Wolken macht

Die Waldbrände im Südwesten Frankreichs sind bis auf rund 15 Kilometer an Bordeaux herangerückt; mehr als 250.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Regierung fordert Urlauber auf, nicht anzureisen — die örtliche Industrie- und Handelskammer erklärt die Saison für beendet. Die Bundeswehr hat Unterstützung entsandt. Auch in Spanien dauern die Löscharbeiten an, in beiden Ländern wird eine neue Hitzewelle mit bis zu 40 Grad erwartet.

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Die „Golden Leo" sinkt: Der Krieg verlagert sich auf Getreide, Häfen und Staatsreserven

Vor Odessa ist der unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrende Getreidefrachter „Golden Leo" eine Woche nach russischem Beschuss gesunken; neun Besatzungsmitglieder und ein ukrainischer Lotse kamen ums Leben. Russland meldet zugleich Angriffe auf den Hafen Tschornomorsk. In Tschernihiw tötete eine kamerabestückte Drohne zwei Menschen in einem Supermarkt, darunter ein Kind — die ukrainische Polizei spricht von einem gezielten Angriff. Moskau versteigert im September Rohdiamanten aus der Staatsreserve; Selenskyj reist über London nach Washington.

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