propstopWer berichtete was — wer ließ was aus.

Der Tag in 5 Geschichten

Ein Kanzler, dem die eigene Partei den Stil vorwirft, ein US-Präsident, der Moskau und Peking zugleich warnt und entlastet, und ein UN-Generalsekretär in Damaskus: die Presseschau zum 25. Juli.

Nicht der Umbau, der Stil: Die CDU streitet über den Umgang mit Patrick Schnieder

Nach dem Rücktritt von Jens Spahn hat Kanzler Friedrich Merz eine Personalkette durch Partei und Kabinett gezogen: Thorsten Frei folgt Spahn als Unionsfraktionschef, Nina Warken übernimmt das Kanzleramt, Carsten Linnemann das Gesundheitsministerium. Die Rochade blieb unvollendet, weil der für das Verkehrsressort vorgesehene Fritz Güntzler nachts kurzfristig absagte – Amtsinhaber Patrick Schnieder hatte seine Entlassung da bereits per SMS angekündigt. Am Samstag richtet sich die Kritik weniger gegen den Umbau als gegen dessen Stil: Aus der CDU werfen Christian Bäumler, Peter Altmaier und Wolfgang Bosbach dem Kanzler den Umgang mit Schnieder vor. Die Parteispitze gibt sich gelassen, CSU-Chef Markus Söder nennt die Regierung handlungsfähig.

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Iran-Krieg: Wer beliefert Teheran? Trump warnt Putin und Xi – und glaubt ihnen zugleich

US-Präsident Donald Trump hat Russland und China davor gewarnt, den Iran mit Waffen zu unterstützen, erklärt aber zugleich, er glaube Xi Jinping und Wladimir Putin ihre Zusagen, genau das nicht zu tun. Hintergrund sind Berichte US-amerikanischer Medien, wonach die Treffgenauigkeit iranischer Angriffe auf US-Stützpunkte im Nahen Osten auf Unterstützung bei der Zielerfassung hindeutet. Die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik ordnet Pekings Rolle im Interview differenzierter ein: China wolle eine iranische Niederlage verhindern, stehe aber nicht klar an Teherans Seite. Der Krieg selbst geht unterdessen weiter – begleitet von einer folgenlosen Kriegsbefugnis-Resolution des US-Repräsentantenhauses.

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30.000 Soldaten aus Nordkorea: Kiew beschreibt Russlands Herbstplanung – und ermittelt gegen sich selbst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat unter Berufung auf Geheimdienstinformationen erklärt, Russland plane für den Herbst den Einsatz weiterer 30.000 nordkoreanischer Soldaten sowie neue Lieferungen von Abschussrampen für ballistische Raketen aus Pjöngjang. Am selben Tag griffen beide Seiten weiter an: Russland mit 157 Drohnen und zwei Raketen unter anderem auf Poltawa und Sumy, die Ukraine mit Drohnen auf eine Lukoil-Ölplattform im Kaspischen Meer und Logistikstandorte in Russland. In Kiew wurde der Organisator jener Rüstungsveranstaltung festgenommen, bei deren Beschuss am Freitag zehn Menschen starben. Kasachstans Präsident Tokajew rief Putin bei einem Gipfel in Omsk zu einem „Einfrieren" des Krieges auf.

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Guterres in Damaskus: Erster UN-Generalsekretär seit 15 Jahren in Syrien

UN-Generalsekretär António Guterres ist als erster Generalsekretär der Vereinten Nationen seit 2009 nach Syrien gereist. In Damaskus traf er Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa und Außenminister Asaad al-Schaibani, besuchte das für Folter und Massenhinrichtungen berüchtigte Militärgefängnis Saidnaja und sagte Unterstützung der UNO bei politischer Transition, Aufarbeitung, Verfassung und Wahlen zu. Zugleich nannte er Israels Vorgehen an den Golanhöhen „völlig inakzeptabel" und forderte die Respektierung syrischer Souveränität. Nach UN-Angaben sind weiterhin rund 15,6 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen.

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Brasilien: Der Sohn tritt an – Flávio Bolsonaro gegen Lula

Der rechte Senator Flávio Bolsonaro ist auf einem Parteitag des Partido Liberal in São Paulo zum Präsidentschaftskandidaten gekürt worden. Der älteste Sohn des wegen versuchten Staatsstreichs zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro tritt bei der Wahl am 4. Oktober gegen Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva an, der im August offiziell von der Arbeiterpartei PT nominiert werden soll. Argentiniens Präsident Javier Milei reiste eigens zur Nominierung an. In der jüngsten Datafolha-Umfrage liegt Lula vorn; an den Finanzmärkten gilt Flávio Bolsonaro als schwächerer Herausforderer als der zwischenzeitlich favorisierte São-Paulo-Gouverneur Tarcísio de Freitas.

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